Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Business and Human Rights in the Post-Westphalian Era : A Democracy-Based Assessment

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Vives i Gabriel, Jordi

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


26.05.1983

Geburtsort



Matrikelnummer


11603610

Schlagwörter (GND)


Unternehmen; Menschenrecht; Verantwortung; Demokratie

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


Corporations; Human Rights; Responsibility; Democracy; Right to Justification

Kurzfassung


Die Globalisierung verwandelt politische Machtverhältnisse. Die Regulationskraft der Nationalstaaten ist– tendenziell wieder abnehmend, das Gewicht Fakten erschaffender international agierender Firmen und Konzerne und der Stimmen anderer nichtstaatlicher Akteure hat zugenommen. Die Globalisierung zwingt uns, darüber nachzudenken, wie und durch wen die Menschenrechte garantiert werden können und sollen, nachdem Staaten nicht mehr alleine bestimmend sind.
Dass Firmen Mitverantwortung tragen müssen, die Menschenrechte zu wahren, wird heute kaum noch bestritten – umstritten ist jedoch nach wie vor, wie und in welchem Ausmaß diese Verantwortung wahrzunehmen ist. Die Debatte betreffend Menschenrechte in der Wirtschaft (business and human rights debate, BHR) ist dazu bisher vergleichsweise wenig schlüssig gewesen,– die Frage aber von zunehmender Bedeutung und darum Thema vorliegender Dissertation.
Die Ansicht der Menschenrechte als Handelsware ist weit verbreitet. Werden Menschenrechte verletzt oder verweigert, werden die Betroffenen meist als passive Opfer wahrgenommen, und die Verantwortlichkeit der Firmen als darauf beschränkt, gewisse Güter oder Mittel zur Verfügung zu stellen. Diese materialistische Betrachtung der Verantwortung für Menschenrechte verstärkt das Potential von Missbrauch und Übervorteilung. Die Menschenrechte haben auch eine politische, demokratische Dimension, die gewährleistet sein muss. Diese umfasst das Recht auf Freiheiten, wie jene zur Rechtfertigung all jener Institutionen die uns verbinden, also laut dem Philosophen Rainer Forst das grundlegende Recht auf Rechtfertigung.
Jede gerechte und umfassende Garantie und Ausübung der Menschenrechte muss dieses Recht unbedingt beinhalten. Die These dieser Dissertation besagt darum, dass die Identifikation von Firmen als Menschenrechtsverantwortliche primär bedeutet, dass sie das Recht auf Rechtfertigung garantieren müssen. Der Verfasser ist der Ansicht, dass die Einrichtung von Institutionen, die das Recht auf Rechtfertigung garantieren oder dessen Realisierung ermöglichen helfen, für Firmen der beste Weg ist, diese Verantwortung wahrzunehmen. Diese Einrichtungen sollten auf vier Voraussetzungen fußen: Ihr Fokus muss auf den Besitzern der Rechte liegen, und darauf, diesen zu ihren Rechten zu verhelfen. Sie müssen dem jeweiligen sozialen und politischen Kontext angepasst werden können, ohne dadurch korrumpiert zu werden, und müssen gemäß den Prinzipien demokratischer Beratung funktionieren.

Kurzfassung (englisch)


Globalization is transforming political power relationships. As the regulatory power of the state declines, corporations, in conjunction with other non-state agents, engage in the provision of public goods and participate in the regulation of the vacuums left behind by waning states. Globalization forces us to re-think how and who should assume the responsibilities derived from human rights in a context where the state is not the exclusive actor anymore.
Today, the assumption that corporations do have human rights responsibilities is almost undisputed. Yet, how should corporations discharge these responsibilities? This is a question that has not received sufficient attention within the BHR field. As the debate expands, though, this question becomes highly topical to address. This is the central research question of this dissertation.
The lack of scholarly focus on the how question comes along with an enhanced risk that the BHR debate endorses a materialistic conception of human rights. That is, one in which rights-holders are presented as passive agents in the realization of their own rights, and the responsibilities of corporations are conceived from beginning to end with the provision of certain goods, capabilities or resources.
Consequently, the research question is addressed from a democracy perspective. The analysis will reveal that a hypothetical materialistic approach to the realization of human rights responsibilities would strengthen, rather than weaken, potential patterns of injustice and domination. Human rights are not exhausted by the provision of certain goods. They also have a political dimension that must be realized. Such dimension entails that we all have the right to demand and provide justification for all those institutions that bind us. Therefore, any just and complete realization of human rights inexorably requires realizing this basic right. The philosopher Rainer Forst labels it as the “basic right to justification”
This dissertation defends the thesis that when corporations are identified as human rights duty bearers they should discharge their responsibilities guaranteeing, in the first place, the right to justification. This may require corporations to create institutions or mechanism that secure this right to the victims of abuses. These institutions, I claim, should be constructed around four premises: they should be victim-centered, contextualized, oriented towards solving the injustices that led to the human rights violations, and function along the parameters of deliberative democracy.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Wettstein, Florian (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Palazzo, Guido (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


20.02.2017

Erstellungsjahr (yyyy)


2017

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4632

Quelle



PDF-File


dis4632.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 01/06/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]