Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Central Banks, Monetary Policy and the Public

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Jost, Adriel

Unter Mitarbeit von



Geburtsdatum


20.04.1985

Geburtsort


Wolhusen (LU)

Matrikelnummer


04606893

Schlagwörter (GND)


Notenbank; Zentralbankautonomie; Kultur; Präferenzsystem; Fachwissen

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Zentralbanken; Zentralbankenunabhängigkeit; Geldpolitische Präferenzen; Ökonomisches Wissen

Freie Stichwörter (englisch)


Central banks; central bank independence; monetary policy preferences; culture; economic literacy

Kurzfassung


Die vorliegende Dissertation betrachtet die Präferenzen einer Bevölkerung zu Zentralbanken und Geldpolitik von drei Seiten. Als erstes beleuchtet sie die Gründe, warum Bürgerinnen und Bürger sich freiwillig selber einschränken und einer Zentralbank Unabhängigkeit gewähren. Die Diskrepanz der Einflussnahme der Bürgerinnen und Bürger zwischen geldpolitischen und anderen Entscheiden ist in Ländern mit Instrumenten der direkten Demokratie, wie in der Schweiz, besonders gross. Während Schweizer Wählerinnen und Wähler zu den meisten Themen etwas zu sagen haben, beschränken sie sich bei der Geldpolitik auf einen sehr generellen Rahmen und entscheiden nicht über spezifische Fragen. Die auf Umfragen und Abstimmungsdaten basierenden Resultate deuten darauf hin, dass die wahrgenommene Komplexität der Geldpolitik eine wichtige Rolle bei der Selbstbeschränkung spielt. Auch vertrauen Bürgerinnen und Bürger den Zentralbanken grundsätzlich mehr als ihren Politikerinnen und Politikern und sind darum eher bereit, Verantwortlichkeiten an Zentralbanker abzugeben. Dieses Vertrauen in Zentralbanken wird aber vom Vertrauen in die Regierung beeinflusst. Der zweite Teil der Dissertation befasst sich mit den Faktoren, welche die unterschiedlichen geldpolitischen Präferenzen verschiedener Gesellschaften bestimmen. Die ebenfalls auf Schweizer Daten basierenden Resultate zeigen, dass unterschiedliche kulturelle Gruppen im gleichen Land in der Geldpolitik unterschiedliche Präferenzen haben können. Unterschiedliche geldpolitische Präferenzen in Bevölkerungen von verschiedenen Ländern können also nicht nur, wie in der Literatur gemeinhin angenommen, durch unterschiedliche historische Entwicklungen der Inflation begründet werden, sondern auch durch einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund. Im letzten Teil der Dissertation wird das Wissen der breiten Bevölkerung über Geldpolitik und Zentralbanken unter die Lupe genommen. Basierend auf Daten des Inflation Attitudes Survey der Bank of England wird eine Messzahl zum Zentralbankenwissen konstruiert. Die Resultate zeigen, dass mit einem höheren Wissen die Zufriedenheit mit der Politik der Bank of England ansteigt. Die Daten zeigen aber auch, dass das Wissen einer durchschnittlichen britischen Person über Zentralbanken limitiert ist. Dies deutet darauf hin, dass die breite Bevölkerung ihre Präferenzen zu Zentralbanken und Geldpolitik formt, ohne die dahinterstehenden Mechanismen genau zu kennen.

Kurzfassung (englisch)


This thesis discusses a society's attitudes towards central banks and monetary policy in three ways. First, it sheds some light on the reasons citizens limit their role in monetary policy decisions and grant independence to their central bank. The discrepancy in the scale of citizens’ intervention between decisions on monetary policy and decisions on other policy issues is particularly large in countries with instruments of direct democracies such as Switzerland. While Swiss voters have a say on most issues, they restrict themselves to a general framework for monetary policy and do not decide on specific questions. Based on survey and voting data, the results suggest that the perceived complexity of monetary policy decisions plays an important role in their self-restriction. In addition, while trust in the central bank and the government is correlated, citizens typically trust their central bank more than their politicians and are thus more willing to delegate responsibilities to central bankers. The second part of the thesis focusses on the determinants of the differences between societies’ monetary policy preferences. Also based on Swiss data, it demonstrates that different cultural groups in the same country may have distinct monetary policy preferences. This suggests that monetary policy preferences among populations of different countries may not only be determined by their inflation histories as proposed by the literature, but also by their distinct cultural background. In the last part, the thesis discusses the layperson's knowledge of monetary policy and central banking. Based on the Bank of England's Inflation Attitudes Survey, a score to capture the central banking knowledge is constructed. The results show that satisfaction with the Bank of England's policies increases in line
with their understanding of monetary policy. However, the data also reveals that the average British person displays limited knowledge of central banking. This suggests that laypersons may form preferences with respect to central banks and monetary policy without understanding the mechanisms very well.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Bütler, Monika (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Brown, Martin (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee


Potrafke, Niklas (Prof. Dr.)

Fachgebiet


International Affairs and Political Economy (DIA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.09.2017

Erstellungsjahr (yyyy)


2017

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4667

Quelle



PDF-File


dis4667.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 07/19/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]