Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Essays on Cyber Risk and Efficiency in the Insurance Industry

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Wirfs, Jan Hendrik

Unter Mitarbeit von


Eling, Martin; Biener, Christian

Geburtsdatum


21.06.1985

Geburtsort



Matrikelnummer


12621983

Schlagwörter (GND)


Effizienz; Produktivität; Internationalisierung; Versicherungsmarkt; Versicherbarkeit; Modellierung; Risikoverteilung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


Cyber Risk

Kurzfassung


Die vorliegende Dissertation hat als Ziel das theoretische und praktische Verständnis von Effizienz in der Versicherungsindustrie und von Cyber Risk zu verbessern. Sie besteht aus vier Arbeiten in zwei Forschungsbereichen. Das erste Paper nimmt eine Effizienz- und Produktivitätsanalyse für die Schweizer Versicherungsindustrie vor. Die folgenden drei Arbeiten analysieren die Versicherbarkeit, Modellierung und Management, sowie potentielle Risikotransfermöglichkeiten von Cyber Risk.

Der erste Beitrag, "The Determinants of Efficiency and Productivity in the Swiss Insurance Industry", untersucht die Effizienz und Produktivität von Schweizer Lebens-, Schaden-/Unfall- und Rückversicherern über den Zeitraum 1997-2013 durch Frontier Efficiency Methodiken. Das Paper stellt die erste empirische Analyse von Internationalisierungsstrategien in Versicherungsunternehmen dar. Dieses Thema hat bereits in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur grosse Aufmerksamkeit erfahren, stand dennoch nie im Fokus der Literatur zur Effizienzanalyse in der Versicherungsbranche. Die Hauptergebnisse verdeutlichen, dass sich die Produktivität und Effizienz für die Schaden-/Unfall- und Rückversicherungsindustrie verbessert haben, während sie sich für Lebensversicherer vermindert hat. Zudem erreichen Lebensversicherer mit steigendem Mass an Diversifizierung höhere Effizienzwerte. Im diesem Zusammenhang beobachten wir, dass Schweizer Versicherer (Lebens- wie Schaden-/Unfallversicherer) mehr von Diversifizierungsstrategien profitieren können wenn sie auf den Europäischen Markt ausgerichtet werden, als wenn sie auf Märkte ausserhalb von Europa abzielen.

Im zweiten Paper, "Insurability of Cyber Risk: An Empirical Analysis", untersuchen wir die Eignung von Versicherung für das Management von Cyber Risk. Wir diskutieren die Versicherbarkeit von Cyber Risk indem wir es einer systematischen Überprüfung der Versicherbarkeitskriterien von Berliner (1982) unterziehen. Die Überprüfung basiert auf der Durchsicht bestehender Literatur und empirischen Resultaten, die wir aus der Analyse von 994 Cyber Risk-Verlusten generiert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass Cyber Risk im Vergleich mit operationellen Risiken eindeutige Charakteristika aufweist. Zudem deckt die Analyse bedeutsame Herausforderungen in der Versicherbarkeit von Cyber Risk auf, die von stark miteinander zusammenhängenden Verlusten, Mangel an Daten, und Informationsassymmetrien herrühren. Diese Herausforderungen verhindern die Entwicklung von einem ausgereiften Cyber-Versicherungsmarkt.

Die dritte Arbeit, "Cyber Risk is Differen", bietet ein umfassende Analyse von Cyber Risk, indem Verluste von Cyber Risk-Vorfällen mit Methoden aus dem Bereich der aktuariellen Forschung untersucht werden. Insbesondere werden Modellierungsansätze aus der Extremwerttheorie (z. B. peaks-over-threshold) angewendet und ermöglichen die Identifizierung von "Cyber Risk des täglichen Lebens" und „"extremen Cyber Risk-Vorfällen". Cyber Risiken weisen eindeutige Charakteristiken auf und das menschliche Verhalten stellt den Hauptgrund für Cyber Risk-Vorfälle dar. Abschliessend nutzen wir unsere Resultate um Risikoschätzungen zu bestimmen, die vom Land, der Industrie, der Unternehmensgrösse und weiteren Variablen abhängen.

Der Schwerpunkt der vierten Arbeit, "How to Organize Cyber Risk Transfer?", ist die Analyse ob Risikotransfermöglichkeiten, die sich bei anderen Risikokategorien als nützlich erwiesen haben, die Herausforderungen in der Versicherbarkeit von Cyber Risk beheben können. Verschiedene Instrumente werden miteinander verglichen und in einem Simulationsansatz auf ihren Effekt auf die Marktentwicklung hin getestet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Förderung von Risikotransfermöglichkeiten der Rückversicherung und des Kapitalmarktes den Markt vergrössern. Des Weiteren erweisen sich Versicherungspools als effektives Mittel im Falle von Extremszenarien solange die Portfolios nur gering korreliert sind. Minimalanforderungen an den Selbstschutz eignen sich gut für Fälle mit korrelierten Portfolios. In Worst-Case Szenarien erweist sich eine aktive Übernahme von Risiken durch den Staat unabdingbar.

Kurzfassung (englisch)


The thesis at hand aims at advancing the theoretical and practical understanding of efficiency in the insurance industry and cyber risks. It is composed out of four papers in two research areas. The first paper presents an efficiency and productivity analysis in the Swiss insurance industry. The second research area encompasses the following three papers that analyze cyber risk its insurability, modeling and management, and potential risk transfer schemes.

The first paper, "The Determinants of Efficiency and Productivity in the Swiss Insurance Industry", analyzes Swiss life, property/casualty (p/c), and reinsurance companies' efficiency and productivity over the period 1997-2013 by the application of frontier efficiency methodologies. It provides the first empirical analysis of internationalization strategies in insurance companies that have attracted wide interest in the business and economics literature, but have not been the focus of efficiency research in the insurance industry. The main findings demonstrate that productivity and efficiency have improved for the p/c and reinsurance industry, but diminished for life insurers. Moreover, life insurers exhibit superior efficiency with higher levels of internationalization. In this context, Swiss insurers (life and p/c) can benefit more by diversification strategies directed to the European market, than targeting markets outside Europe.

The appropriateness of insurance to manage cyber risk is the focus of the second paper, "Insurability of Cyber Risk: An Empirical Analysis". We discuss the insurability of cyber risk by systematically reviewing the insurability criteria by Berliner (1982). The discussion is based on recent literature and empirical results derived by the analysis of 994 cyber loss incidents. The outcomes show distinct characteristics of cyber risks in comparison with operational risks. Moreover, the results unveil significant challenges in the insurability of cyber risk resulting from highly interrelated losses, the lack of data, and information asymmetries. These challenges prevent the development of a mature cyber insurance market.

The third paper, "Cyber Risk is Different", provides a profound analysis of cyber risks by analyzing cyber losses with methods from the field of actuarial science. In particular, modeling approaches from extreme value theory (e.g., peaks-over-threshold) are applied, and enable the identification of "cyber risks of daily life”" and Xextreme cyber incidentsX. We observe that cyber risks exhibit unique characteristics and that human behavior is the main driver for cyber incidents. We apply our results to determine risk estimates, depending on country, industry, company size, and other variables.

The focus of the fourth paper, "How to Organize Cyber Risk Transfer?", is on the analysis how risk transfer schemes that proved useful for other risk categories can be used to overcome challenges in the insurability of cyber risk. Different instruments are compared and tested for their effect on market development in a simulation approach. The main findings show that the size of insurance markets increases with the promotion of reinsurance and capital market solutions for cyber risk. Insurance pools prove effective for extreme scenarios as long as portfolios are only slightly correlated. Minimum self-protection measures mitigate the effect of stronger correlations. Active risk taking by the state seems inevitable for worst-case scenarios.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Eling, Martin (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Maas, Peter (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


20.02.2017

Erstellungsjahr (yyyy)


2017

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4640

Quelle



PDF-File


dis4640.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 01/26/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]