Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Innovation in China's Strategic Emerging Industries : Integrating the Historical Perspective

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Thraen, Joachim Jan-Thomas

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


03.03.1986

Geburtsort


Düsseldorf, Germany

Matrikelnummer


12621926

Schlagwörter (GND)


China; Forschung und Entwicklung; Innovation

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Wirtschaftsgeschichte; Innovationssystem

Freie Stichwörter (englisch)


Research and Development; Economic History; Innovation Systems

Kurzfassung


In den vergangenen Jahren befindet sich China in einem fundamentalen Transformationsprozess von einem auf export- und investitionsgestützten Wirtschaftsmodell hin zu einer auf Binnennachfrage, höhere Produktivität und Innovationsfähigkeit basierenden Volkswirtschaft. In diesem Übergangsprozess zu einem nachhaltigem Wachstumspfad setzt die chinesische Regierung eine Reihe von Massnahmen ein, um indigene Innovation zu fördern und China zu einem global führenden Standort für Forschung, Entwicklung und Innovation zu machen. In diesem Zusammenhang stellt die chinesische Regierung zwischen 2010 und 2015 Fördermittel in Höhe von 1,7 Billionen US-Dollar bereit, um sieben ausgewählte Strategische Wachstumsindustrien ("Strategic Emerging Industries" oder "SEI") - etwa in Erneuerbaren Energien - zu fördern. Diese werden als Schlüsselindustrien angesehen, die Chinas Wachstum und Wohlstand in Zukunft sichern sollen. Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt soll sich bis Ende 2015 auf acht Prozent und bis 2020 auf 15 Prozent erhöhen.
Während eine steigende Anzahl an Beiträgen zu diesem Thema die wachsende Bedeutung Chinas als globaler Innovationsstandort widerspiegelt, fehlt bislang eine systematische langzeitliche Perspektive, welche die derzeitigen Entwicklungen adäquat in einen (historischen) Gesamtzusammenhang einordnet. Eine Möglichkeit für eine solche Herangehensweise ist die Frage, inwiefern eine historische Perspektive auf Chinas Regierungsprogramme zur Förderung von indigener Innovation in Strategischen Wachstumsindustrien unser Verständnis über theoretische und unternehmenspraktische Zusammenhänge verbessern kann.
Die vorliegende Arbeit geht dieser Frage nach. Sie untersucht wirtschaftliche, institutionelle und soziokulturelle Aspekte von Innovationssystemen über verschiedene Regionen und historische Zeiträume - von der Ersten und Zweiten Industriellen Revolution bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg - und wendet die hieraus gewonnen Erkenntnisse auf vier Fallstudien von chinesischen und ausländischen Unternehmen an, die in Strategischen Wachstumsindustrien in China Forschung und Entwicklung betreiben.
Die Studie resultiert in mehreren Erkenntnissen für Wissenschaft und Praxis. Durch die Integration des zeitlichen (historischen) Kontextes in die derzeitige Debatte wird ein Narrativ und eine Identitätsstärkung erzeugt und somit die Disziplin des Innovationsmanagement in ihrer Eigenständigkeit gestärkt. Am Beispiel von China wird der evolutionäre Charakter von Innovationssystemen veranschaulicht und aufgezeigt, wie sich Chinas Innovationslandschaft aufgrund seiner Grösse und Komplexität in verschiedenen Geschwindigkeiten entwickelt, welches eine differenziertere Betrachtung notwendig macht. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen für effektiveres Management von Innovation in China abgeleitet, die Managern helfen können, ein umfassenderes Verständnis zu entwickeln als Basis für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von multinationalen Unternehmen in China als wichtiger Standort für globale Innovation.

Kurzfassung (englisch)


In recent years, China's economic growth model has started to undergo a fundamental shift away from an export-led capital investment focus toward domestic consumption, productivity and higher levels of innovation. In this transition towards a more innovative, balanced and sustainable model, China's government has used a range of policies and other measures to increase indigenous (i.e. China-based) innovation in an effort to turn China into a global leader in R&D and innovation. In this vein, between 2010 and 2015, China's government has committed about 1.7 trillion US dollars to support a selection of seven "Strategic Emerging Industries" (SEI) - for example, renewable energy related industries - that are considered as key sectors that will drive China's future economic growth and prosperity. The share of these industries in China's GDP is supposed to increase to eight percent in 2015 and to 15 percent by 2020.
While an increasing number of recent contributions on this topic reflect the growing significance of China as a hub for global innovation, they have largely underestimated the value of taking a more long-term perspective on this issue to adequately assess these ongoing developments as well as the country's overall innovation trajectory. One way to use such an approach is to ask how a historical perspective on China's government policies to support indigenous innovation in Strategic Emerging Industries can increase our understanding of relevant theoretical as well as managerial issues in the current debate.
The present study investigates this question. It examines the economic, institutional and sociocultural patterns of innovation systems across different geographies and time periods - from the First and Second Industrial Revolution up to the period following the Second World War - and applies the gained insights to four case studies of Chinese and foreign corporations conducting research and development in China's Strategic Emerging Industries.
It results in several theoretical and managerial implications. By integrating the element of time to the current debate, the historical perspective provides a narrative and stronger identity for the study of innovation. It illustrates for the example of China the evolutionary nature of innovation systems and shows that due to its large size and complexity, China is developing as a hub for innovation at different speeds, resulting in the need for a more nuanced view of China's innovation trajectory. As China is growing into a global hub for innovation, this study culminates in several concrete recommendations for practitioners of innovation in China based on a more comprehensive understanding, which in turn provides a critical source of future competitiveness for multinational corporations in China.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Chong, Li-Choy (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Hilb, Martin (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


14.09.2015

Erstellungsjahr (yyyy)


2015

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4428

Quelle



PDF-File


dis4428.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 08/24/2015 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]